Peptide - Wundermittel oder Scam?
Die Bodybuilding-Szene ist bekanntermaßen ein Probandenkollektiv, das eine ziemlich große Risikobereitschaft hat, wenn es darum geht, neue, noch nicht zugelassene Medikamente und Präparate zu testen, insbesondere wenn diese einen potenziellen Effekt auf Muskelauf- oder Fettabbau haben könnten. Besonders nicht-”naturale” Bodybuilder experimentieren gerne mit neu entwickelten Substanzen aus der Pharmaindustrie, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen, ihre Fettverbrennung zu steigern oder Anabole Effekte auszunutzen. Der neueste Trend in diesem Bereich, der inzwischen durch die “Abnehmspritze” aber auch schon Einzug in die klassische Medizin gefunden hat, ist die Substanzklasse der Peptide. Viele versprechen sich von diesen, meist als Injektion unter die Haut verabreichten und in der Struktur Hormonen ähnlichen Verbindungen, dass sie ähnlich effektiv wirken könnten wie die körpereigenen Botenstoffe, ohne jedoch zahlreiche Nebeneffekte haben, die bioidente Hormone eben bei Verabreichung meist mit sich bringen. Durch eine selektivere Bindungsaffinität sollen sie nur jene Rezeptoren stimulieren, die “erwünscht” sind, während Hormone oft mehrere Signalwege gleichzeitig aktivieren, was dann dazu führt, dass auch Nebeneffekte auftreten können. Ein gutes Beispiel ist die Gabe von exogenem Testosteron, welches nämlich nicht nur den Androgenrezeptor an den Muskeln aktiviert und so den Muskelaufbau fördert, sondern gleichzeitig auch “vermännlichende” Eigenschaften wie vermehrten Haarwuchs oder eine tiefer werdende Stimme mit sich bringt. Peptide sollen dieses Problem lösen, indem sie eben nicht universal, sondern nur lokal auf ganz spezifische Rezeptoren wirken. Aber werden sie dem Hype gerecht? Ist ihre Applikation sicher und überhaupt sinnvoll? Sind sie auch für dopingfreie Sportler geeignet und wie stark ist der Effekt, den man sich erwarten kann?
GLP-1-Agonisten, Doppel- und Tripelagonisten
Die in der Forschung der letzten Jahre am meisten untersuchten Substanzen sind sogenannte GLP-1-Agonisten bzw. auch Kombinationspräparate mit GIP-Agonisten. Ursprünglich als Medikament zur Diabetes-Behandlung zugelassen, wurde schnell beobachtet, dass Anwender von Semaglutid (GLP-1-Agonist) oder Tirzepatid (Kombinationspräparat) auch signifikant an Gewicht verloren und überdies auch auf metabolischer und kardialer Ebene stark profitierten. Besser bekannt sind diese Substanzen heute unter ihren Markennamen Ozempic® und Wegovy® - die “Abnehmspritzen”. Inzwischen sind diese in den USA auch für Adipositas-Patienten zugelassen, während in Österreich dazu noch ein off-label-Rezept notwendig ist und Krankenkassen die Kosten noch nicht übernehmen. GLP-1-Agonisten wirken an den Rezeptor des “glucagon-like-peptide-1”, was sich in mehrerlei Hinsicht positiv für Übergewichtige auswirkt: Der Appetit geht merklich zurück und die Magenentleerung verzögert sich, was ein längeres Sättigungsgefühl bewirkt. Ganz ohne gezielte Diät nehmen Menschen unter dieser Medikation bis zu 20% ihres Körpergewichts ab und auch viele andere gesundheitsrelevante Blutmarker zeigen in zahlreichen Studien eine signifikante Verbesserung. Bei diesen Peptiden kann man also durchaus sagen, dass sie gut erforscht, sicher und für die meisten Menschen auch ohne große Nebenwirkungen sind und relativ gut vertragen werden.
Im sportlichen Kontext werden sie auch vor allem in Diätphasen für den Gewichtsverlust eingesetzt, was den Fettabbau für Bodybuilder einfacher machen soll. Wie auch der Gebrauch anaboler Steroide ist der Einsatz zu diesem Zweck medizinisch nicht wirklich begründet, doch da es sich um recht sichere Substanzen handelt, die auch eine Zulassung besitzen, ist zumindest keine gesundheitliche Gefährdung zu erwarten. Ein Medikament, welches ähnlich, nur noch etwas stärker wirken soll, trägt den Namen “Retatrutid” und ist derzeit in der Szene in aller Munde. Die neuesten Studien deuten darauf hin, dass auch dieses Medikament sicher ist und wird wohl bald zugelassen werden, derzeit beziehen es aber viele noch auf “halb-legalem” Wege als “research chemical”.
Zusammenfassung
Substanzklasse: GLP-1-Agonisten, Doppel- und Tripelagonisten
Wirkung: verzögern Magenentleerung, vermindern Hungergefühl und führen so (indirekt) zu einer Gewichtsabnahme durch die geringere Energiezufuhr
Effektstärke: je nach Substanz zwischen 10-25% Gewichtsverlust
Nebenwirkungen: starke Übelkeit, Verstopfung, Erbrechen
Sicherheit: zugelassene Medikamente, außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit vermutlich sehr sicher, auch wenn Langzeitstudien noch fehlen
Evidenz: durch viele Studien gesichert, u.a.
Yan, K., Yu, H., & Blaise, B. (2025). Beyond GLP-1: efficacy and safety of dual and triple incretin agonists in personalized type 2 diabetes care—a systematic review and network meta-analysis. Acta Diabetologica, 62, 1359 - 1370. https://doi.org/10.1007/s00592-025-02534-y.
Guo, H., Yang, J., Huang, J., Xu, L., Lv, Y., Wang, Y., Ren, J., Feng, Y., Zheng, Q., & Li, L. (2025). Comparative efficacy and safety of GLP-1 receptor agonists for weight reduction: A model-based meta-analysis of placebo-controlled trials. Obesity Pillars, 13. https://doi.org/10.1016/j.obpill.2025.100162.
Xie, Y., Choi, T., & Al-Aly, Z. (2025). Mapping the effectiveness and risks of GLP-1 receptor agonists. Nature Medicine, 31, 951 - 962. https://doi.org/10.1038/s41591-024-03412-w.
Peptide und HGH (human growth hormone)
Eine weitere Untergruppe der Peptide, die unter Bodybuildern im Fokus steht, sind solche, die auf den “Pathway” (also den Signalweg) des Wachstumshormons Somatropin abzielen. Die Grundidee dieser Substanzen besteht darin, die natürlichen Spiegel von HGH zu erhöhen, indem man dessen Produktion im Körper anregt, anstatt es direkt exogen zuzuführen und damit die körpereigene Produktion möglicherweise zu unterdrücken (sogenannter negativer Feedback-Loop). Eine weitere Möglichkeit ist es, den Rezeptor für das HGH direkt zu stimulieren, ohne dabei wirklich die Spiegel an Hormon zu erhöhen, sondern nur dessen Wirkung nachzuahmen.
Wachstumshormon selbst hat eine stark anabole Wirkung auf Muskeln und auch Knochen und wird deswegen sowohl im Alter manchmal zur Prävention von Sarkopenie (Muskelschwund) als auch Osteoporose eingesetzt. Außerdem erhöht es die Lipolyse (Fettverbrennung) und kann so zu einer verbesserten Körperzusammensetzung führen. Aufgrund dieser Effekte ist es auch im Bodybuilding ein etabliertes Präparat, auch wenn Androgene Anabole Steroide im Vergleich viel öfter zum Einsatz kommen und auch einen stärkeren Effekt auf das Muskelwachstum, aber eben auch mehr Nebenwirkungen haben.
Anmerkung: Genaugenommen ist es nicht GH, sondern der dadurch stimulierte Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1), der die gewünschten Effekte auslöst. Eine Erhöhung von GH alleine führt deshalb nicht immer auch zu einem erhöhten IGF-1-Spiegel, besonders weil manche Präparate nur kurzzeitige, massive GH-Anstiege bewirken, der IGF-1-Spiegel dadurch aber recht unbeeinflusst bleibt. Versuche, IGF-1 direkt zu erhöhen (andere Peptide mit analoger Struktur zu IGF-1) schienen in den wenigen Studien dabei zwar zu wirken, jedoch nur auf das Wachstum bestimmter Organe und nicht die Gesamtmuskelmasse. Außerdem waren dies Ergebnisse aus Tierstudien, was veranschaulicht, wie experimentell das Forschungsgebiet der Peptide nach wie vor ist (Quelle: Stremming, J., White, A., Donthi, A., Batt, D., Hetrick, B., Chang, E., Wesolowski, S., Seefeldt, M., McCurdy, C., Rozance, P., & Brown, L. (2022). Sheep recombinant IGF-1 promotes organ-specific growth in fetal sheep. Frontiers in Physiology, 13. https://doi.org/10.3389/fphys.2022.954948.).
Der Ansatz, das natürliche Wachstumshormon oder dessen Wirkung zu erhöhen, ist an sich ein guter Gedanke, doch die Effektivität ist mit Vorsicht zu genießen. Anders als bioidente Hormone wirken Peptide auf anderen Wegen und aus diesem Grund sollten auch keine besonders großen Effekte erwartet werden. Besonders im Marketing der Szene kommt es einem manchmal so vor, als würden Peptide als die neuen Steroide, nur ohne Nebenwirkungen den (Schwarz-)Markt revolutionieren. Darüber hinaus glauben immer noch viele Sportler, dass Peptide legal sind, während Anabole Steroide auf der Dopingliste der WADA stehen und somit bei kompetitiven Wettkämpfen nicht zugelassen und als “performance-enhancing-drugs” eingestuft werden. Doch auch das ist ein Irrglaube, denn die WADA aktualisiert ihre “schwarze Liste” laufend und die allermeisten neuen Peptide wurden bereits als Doping eingestuft bzw. befinden sich unter Beobachtung.
Außerdem muss man sich dessen bewusst sein, dass Peptide meist nur jene Stoffwechselwege beeinflussen, die der Körper ohnehin nutzt. Vereinfacht gesagt kann man nur versuchen, den Körper in der Produktion körpereigener Hormone oder der Effektivität der Wirkung zu unterstützen, was vergleichsweise jedoch immer noch ein viel kleinerer Effekt ist, als wenn man einfach das bioidente Hormon direkt verabreichen würde. Die absolute Wirkstärke ist deshalb viel geringer, als es in Werbekampagnen oder Podcasts manchmal erscheint und auch nur dann gegeben, wenn die grundlegende Funktion des Hormonsystems gewährleistet ist. Das bedeutet, dass ein ungesund lebender Mensch, der dadurch auch seine Wachstumshormonproduktion negativ beeinflusst (etwa durch unregelmäßigen Schlaf, …), dies durch Peptide nicht ausgleichen kann, denn diese können nur potenziell verstärken, was ohnehin schon gut funktioniert. Auch das unterscheidet sie von bioidenten Hormonen - denn diese wirken auf jeden Fall, ganz egal wie ungesund der Konsument lebt (auch wenn dann fraglich ist, warum er diese überhaupt konsumiert).
Zusammenfassung
Substanzklasse: GH-release-Peptide (CJC-1295, Imaporelin, GHRP-2, Tesamorelin)
Wirkung: Erhöhung der körpereigenen HGH-Produktion und dadurch erhöhtes (Muskel- und Skelett-)Wachstum, verbesserte Knochendichte, erhöhte Fettverbrennung
Effektstärke: unklar, stark experimentelle Substanzen
Nebenwirkungen: unklar
Sicherheit: Die allermeisten dieser Peptide sind KEINE zugelassenen Medikamente und werden nur als “research chemicals” verkauft. Dennoch befinden sich viele davon schon auf der “banned List” der WADA, da alleine der potenziell leistungssteigernde Effekt Grund genug dafür ist. Aufgrund der sehr dünnen Datenlage und den noch weitgehend wenig belegten Wirkungen oder Nebenwirkungen ist die Verabreichung dieser Peptide jedoch noch stark risikobehaftet.
Evidenz: derzeit sehr dünn, nur wenige qualitativ hochwertige Studien und zumeist nur Tierversuche, u.a.
Mayfield, C., Bolia, I., Feingold, C., Lin, E., Liu, J., Hatch, G., Gamradt, S., & Weber, A. (2026). Injectable Peptide Therapy: A Primer for Orthopaedic and Sports Medicine Physicians. The American Journal of Sports Medicine, 54, 223 - 229. https://doi.org/10.1177/03635465251357593.
Ishida, J., Saitoh, M., Ebner, N., Springer, J., Anker, S., & Haehling, S. (2020). Growth hormone secretagogues: history, mechanism of action, and clinical development. JCSM Rapid Communications, 3, 25 - 37. https://doi.org/10.1002/rco2.9.
Ishida, J., Saitoh, M., Ebner, N., Springer, J., Anker, S., & Haehling, S. (2020). Growth hormone secretagogues: history, mechanism of action, and clinical development. JCSM Rapid Communications, 3, 25 - 37. https://doi.org/10.1002/rco2.9.
Mameli, C., Orso, M., Calcaterra, V., Wasniewska, M., Aversa, T., Granato, S., Bruschini, P., Guadagni, L., d’Angela, D., Spandonaro, F., Polistena, B., & Zuccotti, G. (2023). Efficacy, safety, quality of life, adherence and cost-effectiveness of long-acting growth hormone replacement therapy compared to daily growth hormone in children with growth hormone deficiency: a systematic review and meta-analysis.. Pharmacological research, 106805 . https://doi.org/10.1016/j.phrs.2023.106805.
Peptide und Stoffwechsel
Der dritte Ansatzpunkt von Peptiden, den ich beleuchten möchte, zielt auf den Energiestoffwechsel ab. Der Grundgedanke dabei ist, durch Peptide bestimmte metabolische Vorgänge zu simulieren, die normalerweise durch Bewegung selbst aktiviert werden, um so den Energieumsatz zu erhöhen, den Gewichtsverlust zu erleichtern und den Fettabbau zu verbessern. Vor allem die Substanz SLU-PP-332 ist dabei “vielversprechend”: durch Affinität zu Östrogen-verwandten-Rezeptoren (ERRs) soll die Expression bestimmter Gene verstärkt werden, die unter anderem Mitochondrienbildung und Fettoxidation stimulieren. Studien zu dieser Substanz befinden sich allerdings noch im prä-klinischen Stadium, was bedeutet, dass bisher nur Tierversuche durchgeführt wurden. Anekdotisch berichten jedoch einige Probanden, die das Präparat getestet haben von einem beschleunigten Stoffwechsel und einem höheren Energieverbrauch, doch natürlich sind das keine wissenschaftlich belastbaren Daten.
Besonders im Kontext dieser “Exercise-mimetics”, also Aktivitäts-Mimetika stellt sich stark die Frage, inwiefern das Risiko einer Anwendung den potenziellen Nutzen nicht übersteigt. Entscheidet sich ein Bodybuilder oder auch ein Freizeitsportler dazu, seine Leistungsfähigkeit pharmakologisch zu unterstützen, sei es um persönlich das Maximum aus sich herauszuholen, aus Interesse oder anderen Motiven, dann ist das zu respektieren, solange er (oder sie) sich im Rahmen des Gesetzes bewegt und nicht an Wettkämpfen teilnimmt, bei denen er/sie dadurch einen unfairen Vorteil hätte (ungetestete Bodybuilding-Wettkämpfe mal ausgenommen). Diese medizinisch nicht indizierten Eingriffe in die natürlichen Vorgänge in unserem Körper, um Muskelmasse zu erhöhen und Fett zu reduzieren, sind immer mit einem gewissen Risiko behaftet - sei es was unerwünschte Nebenwirkungen oder aber auch die langfristige Gesundheit der Personen angeht. Es steht weiters außer Frage, dass viele den “Konsum” auch auf eine schädliche Art und Weise betreiben und beispielsweise Dosen von Steroiden konsumieren, die kurz- und langfristig andere Organe wie die Leber massiv schädigen und auch andere schwere Nebeneffekte haben. Doch bei den meisten gebräuchlichen Substanzen sind diese Effekte und Nebeneffekte bekannt, medizinisch und wissenschaftlich belegt und werden dennoch in Kauf genommen. Dies ist bei den Peptiden anders - zwar ist deren Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil vermutlich nicht so stark ausgeprägt wie jenes von bioidenten Hormonen, dennoch begibt man sich hier auf unbekanntes Terrain und es ist sehr schwierig, eine vernünftige Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen. Aufgrund der sehr geringen Datenlage ist deshalb auf jeden Fall festzuhalten, dass die Einnahme dieser dezidiert als “Forschungschemikalien” deklarierten Präparate derzeit noch sehr unsicher ist und dabei noch nicht einmal mit Sicherheit einen großen Effekt erzielt. Bodybuilder sind zwar - wie eingangs erwähnt - durchaus experimentierfreudig und risikobereit, was derzeit aber auf Basis einiger Tierversuche eingenommen wird, ist zumindest bedenklich - doch dieses Risiko muss jeder Konsument für sich selbst tragen.
Zusammenfassung
Substanzklasse: “Exercise-Mimetics” oder ERR-Agonisten (Estrogen-related-receptor-agonists), zB SLU-PP-332
Wirkung: Nachahmung der durch körperliche Aktivität induzierten Genexpression und dadurch erhöhter Stoffwechsel
Effektstärke: unklar, jedoch wahrscheinlich kaum höher als ca. 100-200 kcal/Tag
Nebenwirkungen: unklar
Sicherheit: unklar
Evidenz:
Billon, C., Sitaula, S., Banerjee, S., Welch, R., Elgendy, B., Hegazy, L., Oh, T., Kazantzis, M., Chatterjee, A., Chrivia, J., Hayes, M., Xu, W., Hamilton, A., Huss, J., Zhang, L., Walker, J., Downes, M., Evans, R., & Burris, T. (2023). Synthetic ERRα/β/γ Agonist Induces an ERRα-Dependent Acute Aerobic Exercise Response and Enhances Exercise Capacity.. ACS chemical biology. https://doi.org/10.1021/acschembio.2c00720.
Eissa, M. (2025). SLU-PP-332 AND RELATED ERRα AGONISTS: A FOCUSED MINIREVIEW OF METABOLIC REGULATION, AND THERAPEUTIC POTENTIAL. Universal Journal of Pharmaceutical Research. https://doi.org/10.22270/ujpr.v10i3.1355.
Abschließende Worte
Sind Peptide die Steroide der Zukunft? Diese Frage wird nur die Zeit mit sich bringen, derzeit gibt es allerdings noch sehr wenig Evidenz dafür, wenn man die GLP-1-Agonisten einmal ausnimmt. Während diese Substanzklasse durchaus sicher und effektiv wirksam ist, so befinden sich viele andere Peptide noch in der Entwicklung und haben derzeit den Status von “research chemicals” mit unklarer Wirkung und auch unklaren Nebenwirkungen. Noch einige Zeit davon die Finger zu lassen und auf aussagekräftige Studien zu warten, halte ich deshalb auch für “unterstützte” Athleten für durchaus ratsam, auch wenn manche Firmen derzeit einem schon das “Blaue vom Himmel” versprechen, wenn sie ihre Präparate anpreisen. Für alle Naturalen Athleten gilt, dass Peptide genauso der Klasse der PEDs zuzuordnen sind wie Steroide und sie durch ihre Einnahme genauso gegen Doping-Richtlinien verstoßen können wie bei Anabolen androgenen Steroiden.
Ich hoffe, ich konnte mit diesem Artikel etwas Licht ins Dunkel bringen und dir einen Anhaltspunkt geben, was Peptide können und was nicht bzw. mit welchen Risiken sie behaftet sind. In diesen Artikel/Blog ist viel Recherchearbeit geflossen, weshalb ich mich sehr freuen würde, wenn du ihn teilst, mir Feedback gibst oder mit auf Instagram (@jakobuilding) ein Like oder Abonnement dalässt. Wenn dich dieses und weitere Themen rund um Bodybuilding, Training, Ernährung und PEDs interessiert, verpasst du so keine neuen Blog Posts mehr und bist immer auf dem neuesten Stand ;) Danke fürs Lesen und alles Gute! Dein Jakob